Der Sommer in Wien kann unerbittlich sein. Wenn die Hitze über dem Stephansdom flirrt und der Asphalt in den Außenbezirken die Wärme speichert, wird die eigene Terrasse oder der Balkon zum wichtigsten Rückzugsort. Doch was nützt die schönste Außenfläche, wenn man dort vor Hitze kaum atmen kann? Eine Markise nach Maß ist hier die logische Lösung.
Aber Vorsicht: Markise ist nicht gleich Markise. Viele Hausbesitzer greifen voreilig zu Standardlösungen aus dem Baumarkt oder begehen klassische Planungsfehler, die nach der Montage für Frust sorgen. Gerade in einer Stadt wie Wien, die durch ihre Architektur und spezifische Windverhältnisse besondere Anforderungen stellt, ist eine exakte Planung essenziell.
Worauf sollten Sie also achten, damit Ihre Investition nicht sprichwörtlich im Wind verweht? Hier sind die 7 häufigsten Fehler bei der Planung einer Markise nach Maß und wie Sie diese vermeiden.
1. Die falsche Dimensionierung: Zu klein gedacht
Einer der häufigsten Fehler? Die Markise wird exakt so breit bestellt wie das Fenster oder die Terrassentür. Das Ergebnis: Die Sonne wandert im Tagesverlauf, und der Schattenwurf landet überall, nur nicht dort, wo Sie sitzen.
Bei der Planung von Markisen nach Maß sollten Sie den Sonnenstand einbeziehen. Da die Sonne selten senkrecht von oben kommt, wandert der Schatten seitlich weg.
- Die Lösung: Planen Sie die Markise links und rechts jeweils etwa 50 cm breiter als den eigentlichen Sitzbereich.
- Der Ausfall: Achten Sie darauf, dass der sogenannte Ausfall (die Länge, die die Markise ausfährt) groß genug ist. Ein Ausfall von 3 Metern klingt viel, reicht aber oft gerade so für einen Standardtisch mit Stühlen.
Erfahren Sie mehr über die verschiedenen Terrassenmarkisen und wie diese optimal dimensioniert werden.
2. Den "Wiener Wind" unterschätzen
Wien ist eine windige Stadt. Ob in den Randbezirken am Fuße des Wienerwalds oder in der Donaunähe – Böen können eine Markise in Sekundenschnelle beschädigen oder sogar aus der Verankerung reißen. Wer hier beim Kauf nur auf den Preis schaut und die Windwiderstandsklasse ignoriert, zahlt später doppelt.
Standardmodelle halten oft nur leichten Brisen stand. Eine hochwertige Markise nach Maß von Temel Planen ist auf höhere Windlasten ausgelegt. Dennoch ist Technik hier Ihr bester Freund.
- Die Lösung: Integrieren Sie einen Windwächter. Dieser Sensor fährt die Markise bei zu starkem Wind automatisch ein – auch wenn Sie gerade nicht zu Hause sind.
- Sollte es doch einmal zu einem Zwischenfall kommen, finden Sie hier wichtige Informationen zu Sturmschäden am Terrassendach und wer dafür haftet.

3. Am falschen Stoff sparen
Es ist verführerisch, sich nur nach dem Muster oder der Farbe zu entscheiden. Doch der Stoff einer Markise ist ein technisches Hochleistungstextil. Ein billiger Stoff bleicht in der aggressiven UV-Strahlung des Wiener Sommers schnell aus, verliert seine Spannung oder wird spröde.
Ein guter Markisenstoff muss drei Dinge können:
- UV-Schutz: Er schützt Ihre Haut und Ihre Möbel vor dem Ausbleichen.
- Lichtechtheit: Die Farben bleiben jahrelang brillant.
- Wasserabweisung: Ein kurzer Regenschauer sollte kein Problem darstellen.
Der Unterschied liegt oft im Detail der Faser. Wir erklären Ihnen gerne, warum der richtige Markisenstoff den Unterschied macht. In Wien empfehlen wir oft spinndüsengefärbtes Acryl, da es extrem langlebig ist.
4. Montagefehler: WDVS und Altbau-Problematik
Die beste Markise nützt nichts, wenn sie nicht sicher hält. In Wien haben wir es oft mit zwei Extremen zu tun: Dem klassischen Altbau mit porösem Mauerwerk und dem modernen Neubau mit Wärmedämmverbundsystem (WDVS).
Viele begehen den Fehler, die Montage mit Standarddübeln selbst zu versuchen. Das Problem bei gedämmten Fassaden: Man darf die Dämmung nicht einfach quetschen, und es dürfen keine Kältebrücken entstehen.
- Wichtig: Eine fachgerechte Montage erfordert thermisch getrennte Ankersysteme.
- Bei Altbauten muss die Statik der Substanz geprüft werden, da eine ausgefahrene Markise enorme Hebelkräfte auf das Mauerwerk ausübt.
Setzen Sie daher immer auf Profis aus der Region Wien/Niederösterreich, die die lokalen Bauweisen kennen.
5. Manuell statt elektrisch: Komfort wird unterschätzt
Hand aufs Herz: Wer möchte bei 35 Grad im Schatten minutenlang an einer Kurbel drehen? Oft wird aus Kostengründen auf den Motor verzichtet, was später bereut wird. Eine markise elektrisch zu betreiben, ist heute kein Luxus mehr, sondern Standard für eine moderne Wohnqualität.
Die Vorteile liegen auf der Hand:
- Bequeme Steuerung per Funk oder Smartphone.
- Integration in Smart-Home-Systeme.
- Schonender Betrieb: Der Motor fährt die Markise gleichmäßig und ruckfrei aus, was die Mechanik schont.
Wir bieten eine Vielzahl an Lösungen für elektrische Markisen, die Ihren Alltag im Freien deutlich angenehmer machen.

6. Den Unterschied zwischen Gelenkarm und Kassette ignorieren
Wussten Sie, dass die Bauart der Markise massiv beeinflusst, wie lange sie hält? Viele Kunden wählen eine offene Gelenkarmmarkise, weil sie günstiger ist. Bei einer offenen Markise liegen Tuch und Technik jedoch das ganze Jahr über ungeschützt im Freien.
In Wien, wo wir im Winter oft mit feuchtem Schneematsch und im Herbst mit viel Laub zu kämpfen haben, ist eine Kassettenmarkise meist die bessere Wahl. Hier verschwinden das Tuch und die Gelenkarme im eingefahrenen Zustand komplett in einem schützenden Gehäuse.
- Erklärung: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Gelenkarmmarkise und Kassettenmarkise? Kurz gesagt: Die Kassette schützt Ihre Investition vor Umwelteinflüssen und verlängert die Lebensdauer erheblich.
7. Rechtliche Hürden in Wien übersehen
Gerade in einer Stadt mit strengen Bauvorschriften und Denkmalschutz wie Wien kann die Montage einer Markise rechtliche Konsequenzen haben.
- Mietwohnung: Hier ist die Zustimmung des Vermieters zwingend erforderlich. Lesen Sie dazu mehr zum Thema Sonnenschutz bei Mietwohnungen.
- Eigentümergemeinschaft: Oft muss das Erscheinungsbild des Hauses einheitlich bleiben (Stichwort: Farbwahl).
- Gehsteigbereich: Wenn Ihre Markise über öffentlichen Grund ragt (z.B. bei Erdgeschosslokalen), sind Genehmigungen der Stadt Wien (MA 46) nötig.
Zusammenfassung: Worauf kommt es wirklich an?
Wenn Sie eine Markise nach Maß für Ihr Zuhause in Wien planen, sollten Sie sich folgende Fragen stellen:
- Reicht der Schattenwurf auch am späten Nachmittag noch aus?
- Ist die Montage auf meiner Fassade (Dämmung/Altbau) sicher möglich?
- Habe ich Windwächter und Motor für maximalen Komfort eingeplant?
- Passt die gewählte Farbe und Bauform zu den rechtlichen Vorgaben meines Hauses?
Eine Markise ist eine langfristige Investition in Ihre Lebensqualität. Fehler bei der Planung lassen sich später nur schwer korrigieren. Eine professionelle Beratung vor Ort in Wien oder Niederösterreich hilft Ihnen, diese Klippen zu umschiffen.
Warum Temel Planen?
Bei Temel Planen verstehen wir das Wiener Klima und die baulichen Besonderheiten unserer Region. Wir verkaufen nicht einfach nur Sonnenschutz, wir planen gemeinsam mit Ihnen Ihren neuen Lieblingsplatz im Freien. Ob Markise, Pergola oder ein modernes Lamellendach – wir begleiten Sie von der ersten Idee bis zur fachgerechten Montage.
Haben Sie Fragen zur richtigen Pflege Ihrer neuen Anlage? In unserem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie Ihre Markise richtig reinigen, damit sie auch nach Jahren noch wie neu aussieht.
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