Ein Glasdach über der Terrasse ist der Inbegriff von Wohnkomfort. Es schützt vor Regen, lässt Licht in die angrenzenden Wohnräume und verlängert die Freiluftsaison spürbar. Doch sobald die Sonne im Frühjahr und Sommer ihre volle Kraft entfaltet, verwandelt sich die Idylle unter Glas oft in eine Saunalandschaft. Der sogenannte Glashauseffekt schlägt zu: Die kurzwelligen Sonnenstrahlen dringen durch das Glas ein, werden im Inneren in langwellige Wärmestrahlung umgewandelt und können nicht mehr entweichen.
Wer eine Terrassenüberdachung aus Aluminium besitzt oder plant, steht unweigerlich vor der Frage: Aufdachmarkise oder Aufglasmarkise? Welches System hält die Hitze effektiver fern und welches passt besser zu Ihren individuellen Anforderungen in der Region Wien oder Niederösterreich?
In diesem ausführlichen Ratgeber klären wir die technischen Unterschiede, die Vor- und Nachteile sowie die entscheidenden Kriterien für Ihre Wahl.
Das Grundprinzip: Warum Hitzeschutz nicht gleich Hitzeschutz ist
Bevor wir in den Vergleich einsteigen, müssen wir verstehen, wie Wärme entsteht. Wenn Sonnenstrahlen ungehindert auf eine Glasfläche treffen, heizen sie die darunter liegende Luft und die Bodenbeläge massiv auf. Ein effektiver Sonnenschutz muss also eines von zwei Zielen erreichen:
- Die Strahlen stoppen, bevor sie das Glas erreichen.
- Die Strahlen stoppen, nachdem sie das Glas passiert haben, aber bevor sie den Aufenthaltsbereich aufheizen.
Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Während die Aufdachmarkise (außenliegend) als echter Hitzeschild fungiert, dient die Aufglasmarkise (oft auch als Unterglasmarkise bezeichnet) primär dem Blend- und Sichtschutz mit einer sekundären Kühlfunktion.
Die Aufdachmarkise: Der Klassiker für maximale Kühlung
Die Aufdachmarkise wird, wie der Name schon sagt, auf den Sparren des Glasdachs montiert. Sie schwebt etwa 10 bis 15 Zentimeter über der Glasfläche. Dieser Abstand ist entscheidend für die Effektivität.
Funktionsweise und Vorteile
Der größte Vorteil ist die physikalische Barriere. Die Sonnenenergie trifft auf das Tuch der Markise und wird dort reflektiert oder absorbiert. Da sich die Markise außerhalb befindet, kann die entstehende Wärme durch die Luftzirkulation zwischen Tuch und Glas einfach vom Wind fortgetragen werden.
- Höchste Hitzereduktion: Studien zeigen, dass eine außenliegende Markise die Temperatur unter dem Glasdach um bis zu 5 bis 6 Grad Celsius stärker senken kann als eine innenliegende Lösung.
- Schutz des Glases: Das Glas selbst heizt sich deutlich weniger auf, was die thermische Belastung für die gesamte Konstruktion reduziert.
- Kein Hitzestau: Durch den Montageabstand entsteht ein natürlicher Kamineffekt, der warme Luft kontinuierlich abtransportiert.
Herausforderungen der Außenmontage
Da die Aufdachmarkise der Witterung schutzlos ausgeliefert ist, muss sie technisch deutlich robuster ausgeführt sein. Wind, Regen und Verschmutzung (Laub, Pollen) setzen dem Tuch und der Mechanik zu. Eine markise elektrisch mit Windwächter ist hier kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit.

Die Aufglasmarkise (Unterglasmarkise): Komfort und Langlebigkeit
Die Unterglasmarkise wird geschützt unterhalb der Glasfläche montiert. In der Fachsprache wird sie oft fälschlicherweise als Aufglasmarkise bezeichnet, meint aber das System im Innenbereich. Bei Temel Planen setzen wir auf markisen nach maß, die perfekt in das Profil Ihrer Terrassenüberdachung nach maß passen.
Warum die Innenmontage attraktiv ist
Der entscheidende Punkt für viele Hausbesitzer in Niederösterreich ist die Langlebigkeit. Unter dem Glas ist die Markise vor Wind und Wetter geschützt.
- Witterungsunabhängigkeit: Sie können die Markise auch bei starkem Wind oder Regen ausgefahren lassen, um beispielsweise einen Sichtschutz zu haben.
- Geringer Reinigungsaufwand: Das Tuch bleibt jahrelang sauber, da kein Laub oder Moos darauf landen kann.
- Ästhetik: Viele Kunden empfinden die Optik von innen als wohnlicher, da die Technik diskret in das Design der Überdachung integriert wird.
Das Problem der Wärmeübertragung
Da die Sonnenstrahlen das Glas bereits passiert haben, bevor sie auf die Markise treffen, gelangt die Wärme bereits "ins Haus". Es entsteht ein Wärmepolster zwischen Glas und Markisentuch. Ohne ausreichende Belüftung (z.B. durch offene Seitenwände) kann dieser Effekt die Kühlwirkung mindern.
Der direkte Vergleich: Fakten für Ihre Entscheidung
Um Ihnen die Wahl zu erleichtern, haben wir die wichtigsten Faktoren gegenübergestellt. Bei der Planung von Sonnenschutz in Wiener Neudorf oder Mistelbach sehen wir immer wieder, dass die individuelle Nutzung der Terrasse den Ausschlag gibt.
| Kriterium | Aufdachmarkise (Außen) | Aufglasmarkise (Innen) |
|---|---|---|
| Hitzeschutz | Exzellent (bis zu 95% Reflexion) | Gut (bis zu 60-70% Reflexion) |
| Windanfälligkeit | Hoch (Sensoren erforderlich) | Unempfindlich |
| Verschmutzung | Höher (Laub, Staub) | Minimal |
| Langlebigkeit | Gut (bei Pflege) | Sehr hoch |
| Bedienung | Meist markise elektrisch | Manuell oder elektrisch |
| Preis | Meist etwas höher durch Montage | Oft kosteneffizienter |
Wann ist die Aufdachmarkise die richtige Wahl?
Wir empfehlen die Außenmontage vor allem dann, wenn Ihre Terrasse nach Süden oder Südwesten ausgerichtet ist. In den heißen Sommermonaten in der Region Wien, wo Temperaturen über 30 Grad keine Seltenheit mehr sind, ist der maximale Hitzeschutz unverzichtbar, wenn Sie die Terrasse zur Mittagszeit nutzen möchten.
Wann ist die Aufglasmarkise die bessere Option?
Sollte Ihre Terrasse eher windanfällig sein (z.B. in exponierten Lagen im Weinviertel) oder primär als Sichtschutz und für die Abendstunden dienen, ist die Unterglasvariante oft die smartere Wahl. Auch wenn Ihr Budget für die markise kosten fest begrenzt ist, bietet die Innenmarkise oft ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bei gleichzeitig geringeren Folgekosten für die Reinigung.

Technische Details: Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Egal für welches System Sie sich entscheiden, Qualität zahlt sich langfristig aus. Bei Temel Planen legen wir Wert auf Details, die über die Standard-Baumarktware hinausgehen.
1. Das Markisentuch
Für den Hitzeschutz ist nicht nur die Position, sondern auch die Beschaffenheit des Stoffes entscheidend. Moderne Acryl-Stoffe oder Screen-Gewebe sind spinndüsengefärbt. Das bedeutet, die Farbe ist im Faden und wäscht sich nicht aus. Screen-Gewebe haben zudem den Vorteil, dass sie hitzeabweisend sind, aber dennoch einen gewissen Blick nach draußen erlauben.
2. Die Mechanik (Zip-Systeme)
Besonders bei Aufdachmarkisen empfehlen wir oft sogenannte Zip-Systeme. Hierbei wird das Tuch wie bei einem Reißverschluss in der Führungsschiene gehalten. Das verhindert Lichtspalte an den Seiten und macht die Markise deutlich windstabiler. Eine solche markise nach maß hält auch stärkeren Böen stand, ohne zu flattern.
3. Automatisierung
Eine markise elektrisch sollte heute Standard sein. In Verbindung mit Sonnen- und Windwächtern reagiert das System selbstständig. Wenn Sie nicht zu Hause sind und die Sonne in St. Pölten brennt, fährt die Markise aus und schützt Ihre Möbel und Pflanzen vor dem Hitzetod.
Beratung vor Ort: Wien und Niederösterreich
Die Entscheidung zwischen Aufdach- und Aufglasmarkise lässt sich am besten vor Ort treffen. Faktoren wie die Dachneigung, die Sparrenabstände und die Hauptwindrichtung spielen eine wesentliche Rolle.
Wir von Temel Planen sind stolz darauf, unsere Kunden in der gesamten Region – von Bruck an der Leitha bis Hollabrunn – individuell zu beraten. Ein Sonnenschutz ist eine Investition in Ihre Lebensqualität und den Wert Ihrer Immobilie.
Warum Temel Planen?
- Regionale Expertise: Wir kennen die klimatischen Bedingungen in Ostösterreich.
- Qualität ohne Kompromisse: Wir verwenden ausschließlich hochwertige Aluminiumprofile und langlebige Stoffe.
- Full-Service: Von der ersten Vermessung bis zur fachgerechten Montage und Wartung.

Kombinationen: Das Beste aus beiden Welten?
Manchmal ist die Antwort nicht "entweder oder". Bei sehr großen Glasflächen oder Wintergärten sehen wir oft Kombinationen. Eine Aufdachmarkise für den sommerlichen Hitzeschutz und ergänzende vertikale Markisen (Screens) an den Seiten, um tiefstehende Sonne und neugierige Blicke abzuhalten.
Falls Sie noch gar kein Dach haben, lohnt sich auch ein Blick auf Alternativen wie das Lamellendach oder eine Pergola nach maß. Diese Systeme bieten oft eine noch flexiblere Regulierung von Licht und Luft.
Fazit: Die Priorität entscheidet
Zusammenfassend lässt sich sagen: Geht es Ihnen primär um maximale Hitzereduktion, ist die Aufdachmarkise unschlagbar. Sie ist der Profi für kühle Köpfe. Stehen hingegen Langlebigkeit, Sauberkeit und Windstabilität im Vordergrund, ist die Aufglasmarkise die komfortablere Lösung.
Die markise kosten variieren je nach Größe, Stoffwahl und Antriebstechnik. Gerne erstellen wir Ihnen ein individuelles Angebot für Ihr Projekt. Schauen Sie sich auch unsere Referenzen an, um zu sehen, wie wir ähnliche Herausforderungen bei Kunden in Neunkirchen oder Gros-Enzersdorf gelöst haben.
Sind Sie unsicher, welche Lösung für Ihr Glasdach die richtige ist?
Lassen Sie sich von unseren Experten beraten. Wir finden den perfekten Sonnenschutz, der exakt auf Ihre Bedürfnisse und Ihre Architektur zugeschnitten ist. Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Beratungsgespräch direkt bei Ihnen vor Ort.




