Der Sommer in Wien und Niederösterreich kann intensiv sein. Wer eine Terrasse oder einen Balkon besitzt, weiß: Ohne den richtigen Sonnenschutz wird der Aufenthalt im Freien schnell zur Hitzeprobe. Die Lösung scheint einfach. Eine Markise nach Maß bestellen, montieren und den Schatten genießen. Doch genau hier lauern die Fallen.
Oft entscheiden Kleinigkeiten darüber, ob Ihre Investition Jahrzehnte hält oder schon nach der ersten Saison für Ärger sorgt. Ein falsches Maß, ein unterschätzter Windzug oder das falsche Tuch – und die Markise Kosten schnellen durch Reparaturen oder Neukäufe in die Höhe.
Damit Ihnen das nicht passiert, haben wir die 7 häufigsten Fehler bei der Planung und Bestellung zusammengefasst.
Fehler 1: Das Ausmessen „nach Gefühl“
Es klingt banal, ist aber die häufigste Ursache für Fehlkäufe. Viele Kunden messen die Breite ihrer Terrassentür und bestellen eine Markise in exakt dieser Breite. Das Problem? Der Schatten wandert.
Wenn Sie Markisen nach Maß bestellen, müssen Sie den Sonnenstand berücksichtigen. Eine Markise, die genau so breit ist wie das Fenster, bietet mittags zwar Schutz, lässt aber am späten Nachmittag die tiefstehende Sonne von der Seite ungehindert auf den Kaffeetisch scheinen.
Worauf Sie achten sollten:
- Überstand einplanen: Planen Sie links und rechts mindestens 20 bis 30 cm zusätzlich ein.
- Ausfall beachten: Der „Ausfall“ (wie weit die Markise ausfährt) sollte groß genug sein, um die gesamte Nutzfläche zu beschatten.
- Hindernisse prüfen: Stoßen geöffnete Fensterflügel oder Regenrinnen gegen die geplante Konstruktion?
Fehler 2: Die Tragfähigkeit der Fassade unterschätzen
Eine Markise ist kein Leichtgewicht. Besonders bei einer Kassettenmarkise wirken enorme Hebelkräfte auf die Hauswand. Viele unterschätzen zudem die Windlast. Ein plötzlicher Windstoß kann bei einer ausgefahrenen Markise mehrere hundert Kilogramm Zugkraft auf die Verankerung ausüben.
Gerade bei modernen Häusern mit Wärmedämmverbundsystem (WDVS) ist Vorsicht geboten. Werden hier Standarddübel verwendet, riskieren Sie nicht nur das Herabstürzen der Markise, sondern auch schwere Schäden an der Fassadenisolierung (Wärmebrücken).
Unser Rat: In der Region Wien und Niederösterreich verfügen wir über viel Erfahrung mit verschiedensten Bausubstanzen. Eine professionelle Montage ist hier kein Luxus, sondern eine Sicherheitsfrage. Wenn es doch einmal zu einem Schaden kommt, ist die rechtliche Lage oft kompliziert. Lesen Sie dazu auch unseren Beitrag über Sturmschäden am Terrassendach.
Fehler 3: Den Bedienkomfort erst nachträglich bedenken
„Eine Kurbel reicht doch völlig aus.“ Das ist oft der erste Gedanke, um die initialen Markise Kosten zu senken. Doch die Realität sieht anders aus: Bei einer großen Markise mit 5 oder 6 Metern Breite wird das Ein- und Ausfahren per Hand schnell zur sportlichen Höchstleistung.
Die Entscheidung für eine Markise elektrisch sollte idealerweise vor der Bestellung fallen. Warum?
- Nachrüstung ist teurer: Einen Motor nachträglich einzubauen, erfordert meist den kompletten Abbau und die Zerlegung der Welle.
- Sicherheit: Nur eine elektrische Markise kann mit Wind- und Sonnenwächtern ausgestattet werden. Diese Sensoren fahren den Sonnenschutz automatisch ein, wenn der Wind zu stark wird – auch wenn Sie gerade nicht zu Hause sind.
Besuchen Sie unsere Seite für elektrische Markisen, um die Vorteile der Automatisierung zu verstehen.

Technische Detailaufnahme eines Markisenmotors und der stabilen Gelenkarme einer hochwertigen Kassettenmarkise.
Fehler 4: Die falsche Bauart für die Einbausituation wählen
Nicht jede Markise passt zu jedem Ort. Es gibt wesentliche Unterschiede zwischen einer offenen Gelenkarmmarkise, einer Halbkassette und einer Vollkassette.
- Offene Markise: Tuch und Technik liegen frei. Nur sinnvoll unter einem tiefen Dachvorsprung.
- Kassettenmarkise: Im eingefahrenen Zustand sind das Tuch und die Gelenkarme komplett geschützt. Ideal für Wetterseiten oder freistehende Fassaden.
Wer hier am falschen Ende spart und eine offene Markise an einer ungeschützten Wand montiert, wird bald mit verschmutztem Stoff und korrodierter Mechanik kämpfen. Die Reinigung einer Markise ist zwar möglich, aber Vorsorge durch die richtige Bauart ist effektiver.
Fehler 5: Nur auf die Farbe des Tuchs achten
Natürlich soll die Markise optisch zum Haus passen. Aber das Markisentuch ist weit mehr als nur Dekoration. Es ist ein Hochleistungstextil. Ein häufiger Fehler ist die Wahl minderwertiger Stoffe, die nach zwei Jahren ausbleichen oder bei Regen sofort durchweichen.
Wichtige Kriterien beim Markisenstoff:
- UV-Schutz: Ein guter Stoff filtert bis zu 99 % der schädlichen UV-Strahlen.
- Färbeverfahren: Spinndüsengefärbtes Acryl bleibt jahrelang farbecht, da die Farbpigmente direkt in die Faser eingearbeitet werden.
- Beschichtung: Eine hochwertige Imprägnierung lässt Wasser und Schmutz einfach abperlen.
Erfahren Sie mehr in unserem Ratgeber: Der richtige Markisenstoff macht den Unterschied.
Fehler 6: Den Neigungswinkel ignorieren
Ein Sonnenschutz muss Wasser abführen können. Wenn Sie Ihre Markise waagerecht montieren, bildet sich beim nächsten Regenschauer ein Wassersack. Das Gewicht dieses Wassers kann das Tuch dauerhaft dehnen oder sogar das Gestänge verbiegen.
Bei der Bestellung von Markisen nach Maß muss die Montagehöhe so gewählt werden, dass ein Neigungswinkel von mindestens 14 Grad (ca. 25 cm Gefälle pro Meter Ausfall) eingehalten werden kann. Nur so ist gewährleistet, dass Regenwasser sicher abläuft.

Illustration der korrekten Neigung einer Markise zur Vermeidung von Wassersäcken bei Regen.
Fehler 7: Preis vor Qualität setzen (Die „Billig-Falle“)
Es ist verlockend, im Baumarkt ein Standardmodell zu greifen. Doch Markisen „von der Stange“ sind selten für die spezifischen Windlasten und Anforderungen einer echten Terrassennutzung ausgelegt.
Wer billig kauft, kauft oft zweimal. Bei Temel Planen setzen wir auf langlebige Terrassenmarkisen, die exakt auf Ihre Bedürfnisse in Wien oder Niederösterreich zugeschnitten sind. Qualität bedeutet hier:
- Stabile Profile aus stranggepresstem Aluminium.
- Gelenkarme mit extrem hoher Federspannung für ein straffes Tuch.
- Ersatzteilgarantie über viele Jahre hinweg.
Erklärung: Warum Beratung vor Ort unersetzlich ist
Vielleicht fragen Sie sich: „Kann ich das nicht alles online konfigurieren?“ Theoretisch ja. Praktisch fehlen Ihnen dabei jedoch wichtige Informationen über die Beschaffenheit Ihrer Wand, die lokalen Windverhältnisse und die optimale Lichtplanung.
Eine professionelle Beratung spart Ihnen langfristig Geld, weil Fehlplanungen vermieden werden. Wir prüfen vor Ort:
- Montageuntergrund: Beton, Ziegel oder Holz?
- Lichteinfall: Wo steht die Sonne um 16:00 Uhr, wenn Sie die Terrasse am meisten nutzen?
- Zusatzoptionen: Wäre ein Volant-Rollo (senkrechter Schatten) sinnvoll? Oder denken Sie über eine Pergola nach Maß nach, falls eine Wandmontage nicht möglich ist?
Checkliste für Ihre Markisen-Bestellung
Bevor Sie sich für ein Modell entscheiden, gehen Sie diese Punkte durch:
- Breite & Ausfall: Groß genug für den wandernden Schatten geplant?
- Bauart: Benötige ich den Schutz einer Vollkassette?
- Bedienung: Soll es eine Markise elektrisch sein (empfohlen ab 4m Breite)?
- Sensoren: Ist ein Windwächter zum Schutz der Anlage geplant?
- Montage: Ist die Tragfähigkeit der Wand geklärt?
- Stoff: Bietet das Tuch ausreichenden UV-Schutz und ist es spinndüsengefärbt?
- Zukunft: Möchte ich später Seitenteile oder eine Beleuchtung ergänzen?

Nahaufnahme einer stabilen Wandhalterung für Markisen, fachgerecht montiert an einer isolierten Fassade.
Fazit: Qualität zahlt sich aus
Eine Markise ist eine Investition in Ihre Lebensqualität. Wer die typischen Fehler bei der Bestellung vermeidet, spart sich nicht nur unnötige Markise Kosten für Reparaturen, sondern genießt ein Produkt, das auch nach zehn Jahren noch einwandfrei funktioniert.
In der Region Wien und Niederösterreich stehen wir Ihnen als Experten zur Seite. Von der ersten Arten-Beratung bis zur fertigen Montage übernehmen wir die Verantwortung für Ihren perfekten Schattenplatz.
Haben Sie Fragen zur idealen Beschattung für Ihre Terrasse oder suchen Sie nach einer Alternative wie einer Terrassenüberdachung aus Aluminium?
Lassen Sie sich unverbindlich beraten! Gemeinsam finden wir die Lösung, die perfekt zu Ihrem Zuhause passt.
Ihr Team von Temel Planen – Experten für Sonnenschutztechnik in Wien & Niederösterreich.



